Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH: Betreuungsweisung

Angebot
Betreuungs­weisung
Träger
Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH
Sprachen
Deutsch
Zielgruppe
Junge Menschen mit multiplen Problemlagen, die einer längerfristigen individuellen Hilfestellung bei der Alltagsbewältigung und der Bearbeitung der Straftathintergründe bedürfen.
Konzept
Die Betreuungsweisung wird in Form einer sozialpädagogischen Einzelfallhilfe geleistet. Es handelt sich um eine zielgerichtete Hilfestellung zur Absicherung der Existenzgrundlagen, der Problembearbeitung im Bereich Schule, Ausbildung und Arbeit, Wohnraum, Elternhaus, Schulden, Sucht, politische und/oder religiöse Radikalisierungstendenzen sowie der Thematisierung möglicher neuer Strafverfahren.
Der:die Betreuer:in arbeitet mit den jungen Menschen wertschätzend, motivierend und verbindlich während der gesamten gerichtlich angeordneten Dauer der Betreuung. Um vereinbarte Ziele zu erreichen, fördert er:sie ressourcenorientiert die Selbsthilfepotentiale und Kompetenzen des jungen Menschen, bietet eine klient:innenzentrierte und lösungsorientierte Beratung bezüglich der vereinbarten Betreuungsschwerpunkte und reagiert sensibel bei Krisen- und Konfliktsituationen des jungen Menschen. Er:sie arbeitet begleitend und bedarfsorientiert und unterstützt bei der notwendigen altersgerechten Verselbständigung des jungen Menschen. Vorhandene Bezugssysteme werden eingebunden und es erfolgt entsprechend des Hilfebedarfs eine Vermittlung an andere Unterstützungssysteme.
Angebotsziel
Die Betreuungsweisung verfolgt in erster Linie das Ziel, bei den jungen Menschen ein Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen der eigenen Lebenssituation und möglichen Straftaten zu erkennen und eine Hilfe annehmen zu können, um eine erfolgreichere Lebensperspektive ohne Straffälligkeit zu entwickeln.
Ziele der Betreuungsweisung sind:
- die Auseinandersetzung und Reflexion des straffälligen Verhaltens
- die Bewältigung von Problemsituationen durch das Erkennen und Nutzen eigener Persönlichkeitsressourcen
- die Unterstützung bei der Strukturierung des eigenen Lebensalltags
- die Kompetenzerweiterung im Umgang mit Ämtern, Behörden und Institutionen (Schule, Arbeit, Ausbildung, Polizei, Gericht u. a.)
- die Überwindung und Klärung von aktuellen Krisen- und Konfliktsituationen
- die Förderung der Eigenverantwortung und der altersentsprechenden Verselbstständigung
- die Entwicklung beruflicher oder schulischer Perspektiven
Start/Dauer & Ort
Dauer 6 – 12 Monate, verbindliche Termine, die sich in ihrer Intensität unterscheiden, in der Regel 6 FLS monatlich
Teilnahmevorgaben
Die Teilnehmenden haben in der Regel keine Anbindung an bestehende Hilfesysteme.
Fehlzeitenregelung
Fehlzeiten werden mit der Jugendhilfe im Strafverfahren abgestimmt.
Besonderheiten
Bedarfsorientiert erfolgt die Einbindung von Bezugspersonen und (bestehenden) Hilfenetzen.

Kontakt

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